Ich trage meine «Jura»-Boots seit sieben Jahren — sie sehen besser aus als am ersten Tag. Das Geheimnis ist keins: zehn Minuten Pflege alle sechs Wochen. Hier meine komplette Routine für pflanzlich gegerbtes Leder.

1. Reinigen — trocken zuerst

Erst die weiche Bürste: Staub und Dreck entfernen, bevor irgendetwas Nasses drankommt. Bei hartnäckigem Schmutz ein leicht feuchtes Tuch — nie einweichen, nie Seife. Salzränder im Winter mit einem Tuch aus Wasser und etwas Essig abwischen.

2. Pflegen — wenig, aber regelmässig

Ledercrème dünn auftragen, zehn Minuten einziehen lassen, mit weichem Tuch polieren. Alle sechs Wochen reicht — bei täglichem Tragen alle vier. Für gewachstes Canvas an Rucksack «Eiger» oder Weekender «Wallis» gilt dasselbe: Nachwachsen statt austauschen.

3. Lagern — geformt und atmend

Schuhe mit Schuhspannern lagern, Taschen gefüllt mit Seidenpapier — nie in Plastik, Leder braucht Luft. Gürtel wie der «Thun» aufgerollt oder flach, nicht gebogen hängend.

4. Reparieren — früh, nicht spät

Abgelaufene Absätze, aufgehende Nähte, ausgeleierte Riemen: Wer früh repariert, zahlt wenig — wer wartet, kauft neu. Unser Atelier macht Absatzwechsel, Nahtreparaturen und Riemen-Ersatz für alle unsere Lederwaren.

5. Fehler vermeiden — die drei Klassiker

  • Auf die Heizung legen: Leder trocknet aus und reisst — langsam trocknen lassen.
  • Zu viel Pflege: Verstopfte Poren machen Leder stumpf — dünn auftragen.
  • Falsches Produkt: Für pflanzlich gegerbtes Leder nur natürliche Crèmes — kein Silikonspray.